Die meisten Ratgeber zu OnlyFans im deutschsprachigen Netz sind für Deutschland geschrieben. Gewerbeanmeldung, Kleinunternehmergrenze und Krankenversicherung funktionieren in Österreich aber anders. Diese Seite fasst die österreichischen Regeln mit den Werten für 2026 zusammen, jeweils mit offizieller Quelle, und zeigt dir, wie die Arbeit mit einer Agentur von Österreich aus aussieht.
Einkommensteuer: der Tarif 2026
Was du mit OnlyFans verdienst, ist Einkommen. Besteuert wird der Gewinn, also Einnahmen minus betriebliche Ausgaben. Für 2026 gelten diese Tarifstufen, die jeweils nur für den Teil des Einkommens in der Stufe gelten:
| Steuerpflichtiges Einkommen pro Jahr | Grenzsteuersatz |
|---|---|
| bis 13.539 € | 0 % |
| 13.539 € bis 21.992 € | 20 % |
| 21.992 € bis 36.458 € | 30 % |
| 36.458 € bis 70.365 € | 40 % |
| 70.365 € bis 104.859 € | 48 % |
| 104.859 € bis 1.000.000 € | 50 % |
| über 1.000.000 € | 55 % (befristet bis 2029) |
Ein Beispiel aus dem Unternehmensserviceportal des Bundes: Bei 40.000 € steuerpflichtigem Einkommen beträgt die Tarifsteuer 7.447,20 €. Das ist ein Richtwert, verbindlich ist immer der Bescheid.
Wann du eine Steuererklärung abgeben musst
Das BMF nennt mehrere Fälle. Die wichtigsten für Creatorinnen (Werte für 2025, die Werte für 2026 waren bei Redaktionsschluss auf der BMF-Seite noch nicht veröffentlicht):
- Du hast keinen Job daneben: Pflicht, wenn dein Einkommen über 13.308 € liegt.
- Du bist zusätzlich angestellt: Pflicht, wenn deine anderen Einkünfte mehr als 730 € betragen und dein Gesamteinkommen über 14.517 € liegt.
Abgabe über FinanzOnline bis 30. Juni des Folgejahres, auf Papier bis 30. April. Wenn du nebenbei angestellt bist, lies auch den Ratgeber OnlyFans als Nebenjob.
Gewerbe oder Neue Selbständige?
Das ist die Frage, die in Österreich am häufigsten falsch beantwortet wird. Die Wirtschaftskammer stellt klar: Ein eigenes Gewerbe für Content Creator gibt es nicht. Entscheidend ist, womit du Geld verdienst.
- Abo-Zahlungen nennt die WKO ausdrücklich als Beispiel für die Kategorie Neue Selbständige. Dafür ist keine Gewerbeberechtigung erforderlich.
- Werbung, bezahlte Kooperationen und Affiliate-Marketing erfordern in der Regel ein Gewerbe und eine Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer.
OnlyFans selbst wird auf der WKO-Seite nicht erwähnt. Wenn du nur über Abos, Nachrichten und Trinkgelder verdienst, spricht viel für Neue Selbständige. Machst du daneben Markenkooperationen auf Instagram, kann zusätzlich ein Gewerbe nötig werden. Das kostenlose Gründerservice der Wirtschaftskammer in deinem Bundesland klärt das verbindlich für deinen Fall.
Sozialversicherung bei der SVS
Als Neue Selbständige bist du bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) versichert, sobald dein Gewinn die Versicherungsgrenze übersteigt.
| Wert 2026 | Betrag |
|---|---|
| Versicherungsgrenze (Gewinn pro Jahr) | 6.613,20 € |
| Krankenversicherung | 6,80 % |
| Pensionsversicherung | 18,50 % |
| Selbständigenvorsorge | 1,53 % |
| Unfallversicherung | 12,95 € pro Monat (fix) |
| Höchstbeitragsgrundlage | 8.085 € pro Monat |
Zwei Punkte, die viele übersehen:
- Meldefrist ein Monat: Die Tätigkeit muss der SVS innerhalb eines Monats gemeldet werden. Versäumst du das, wird im Zweifel Pflichtversicherung für das ganze Kalenderjahr angenommen.
- Auch wenn du angestellt bist: Die SVS-Pflicht kommt zusätzlich zur Versicherung über deinen Job, wenn du die Grenze überschreitest.
Rechenbeispiel zur Orientierung: Bei 20.000 € Gewinn ergeben allein Kranken- und Pensionsversicherung (25,30 %) rund 5.060 €, dazu kommen Selbständigenvorsorge und Unfallversicherung. Die Beitragsgrundlage ist nicht immer exakt dein Gewinn, deshalb ist das nur ein Richtwert. Lass dir die genaue Höhe von der SVS oder deiner Steuerberatung bestätigen.
Leg von Anfang an einen festen Anteil jeder Auszahlung für Steuer und SVS zurück. Nachzahlungen im zweiten oder dritten Jahr sind der häufigste Grund für Geldprobleme bei neuen Selbständigen.
Bereit, es ernst zu meinen?
Bewirb dich in rund zwei Minuten: ein paar Fragen, drei Handyfotos. Danach meldet sich unser Team persönlich per WhatsApp.
Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung
Seit 1. Jänner 2025 gilt in Österreich eine neue Kleinunternehmergrenze: 55.000 € Umsatz pro Kalenderjahr. Darunter bist du von der Umsatzsteuer befreit, kannst aber auch keine Vorsteuer abziehen. Überschreitest du die Grenze um höchstens 10 % (also bis etwa 60.500 €), gilt die Befreiung noch bis Jahresende. Darüber fällt sie ab dem Umsatz weg, mit dem du die Grenze überschreitest. Im Folgejahr ist die Befreiung in beiden Fällen weg.
Bei OnlyFans kommt eine Besonderheit dazu: Die Plattform sitzt im Ausland, die Fans zahlen an OnlyFans, und du bekommst deine Auszahlung von OnlyFans. Wie deine Umsätze dabei umsatzsteuerlich einzuordnen sind, ist eine Frage für deine Steuerberatung, nicht für einen Blogartikel. Nimm deine OnlyFans-Statements zum Termin mit.
Rechnungen einer ausländischen Agentur
Arbeitest du mit einer Agentur, die nicht in Österreich sitzt, kann bei dir für deren Leistungen das Reverse-Charge-Verfahren greifen: Du bekommst eine Rechnung ohne Umsatzsteuer, und die Steuerschuld geht unter Umständen auf dich über. Das kann eine UID-Nummer erforderlich machen. Kläre das vor der ersten Abrechnung. Die Agenturbeteiligung ist aus Sicht der Gewinnermittlung in der Regel eine betriebliche Ausgabe, auch das bestätigt dir deine Steuerberatung.
DAC7: Plattformen melden an die Steuerbehörden
Mit der EU-Richtlinie DAC7, in Österreich umgesetzt durch das Digitale Plattformen-Meldepflichtgesetz (DPMG), müssen meldepflichtige Plattformbetreiber jährlich bis 31. Jänner Daten über ihre Anbieter und deren Einnahmen des Vorjahres an die Steuerbehörden übermitteln. Die Daten werden zwischen den EU-Staaten ausgetauscht. Für persönlich erbrachte Dienstleistungen gibt es keine Bagatellgrenze; die bekannte Ausnahme für weniger als 30 Verkäufe und 2.000 € betrifft nur den Verkauf von Waren.
Für dich heißt das praktisch: Geh davon aus, dass das Finanzamt deine Plattform-Einnahmen kennen kann. Unabhängig davon bist du selbst verpflichtet, alles zu erklären.
Was eine Agentur für dich in Österreich übernimmt
Steuern und SVS bleiben deine Sache, zusammen mit deiner Steuerberatung. Eine Agentur kümmert sich um das, was den Umsatz macht. Bei Vierra Studios sind das:
- Strategie für Positionierung, Preise und Angebot
- Reichweite über Instagram, TikTok und Reels
- Chatting-Team rund um die Uhr, damit keine Nachricht liegen bleibt
- Content-Plan, damit du in 2 bis 3 Stunden am Tag fertig wirst
- Skalierung, wenn die Basis steht
- Wochen-Reports mit deinen Zahlen
Vierra arbeitet remote mit Creatorinnen in Österreich: Abstimmung, Planung und Reports laufen online. Wenn du nicht willst, dass dein Profil in Österreich oder in deiner Region angezeigt wird, richtet das Team mit dir eine Länder- oder Regionen-Sperre auf OnlyFans ein. Das ist in einem kleinen Land oft der wichtigste Punkt.
Was Vierra zusagt
- Keine Kosten im Voraus, monatlich kündbar, keine Kündigungsgebühr
- Der Account gehört dir
- Die Auszahlung kommt direkt von OnlyFans an dich
- Erfolgsbasiert: Vierra verdient nur mit, wenn du verdienst
Vierra arbeitet nur mit Creatorinnen, die ihr Gesicht zeigen, weil ohne Gesicht keine Reichweite entsteht. Rechtsträger ist die VIERRASOLUTIONS LLC mit Sitz in Florida, USA; das ist für die Steuerfrage oben relevant. Worauf du bei jedem Anbieter achten solltest, steht unter Seriöse OnlyFans Agentur erkennen, die Kostenmodelle erklärt Was kostet eine OnlyFans Agentur?.
Deine Checkliste für den Start in Österreich
- Mindestens 18 Jahre alt und bereit, dein Gesicht zu zeigen
- Gründerservice der WKO: Gewerbe oder Neue Selbständige geklärt
- Tätigkeit innerhalb eines Monats bei der SVS gemeldet
- Steuerberatung für Umsatzsteuer, Reverse Charge und Einkommensteuer
- Rücklage für Steuer und SVS von jeder Auszahlung
- Arbeitsvertrag auf Nebentätigkeitsklausel geprüft, falls du angestellt bist
- Länder- oder Regionen-Sperre besprochen
Wenn du ganz neu bist, lies auch OnlyFans Agentur für Anfängerinnen. Wohnst du in der Schweiz, gelten andere Regeln: OnlyFans Agentur Schweiz. Bereit? Das Bewerbungs-Quiz dauert etwa 2 Minuten, ein paar Fragen und 3 Fotos, danach meldet sich das Team per WhatsApp: jetzt bewerben.
Quellen
- Unternehmensserviceportal (USP): Tarifstufen der Einkommensteuer 2026 (Stand: 1. Jänner 2026)
- BMF: Einkommensteuererklärung und Einkommensteuerveranlagung (Stand: 1. Jänner 2025)
- WKO: Online Content Creator:in, Gewerbe oder Neue Selbständige (Stand: 20. März 2026)
- WKO: Sozialversicherung der Neuen Selbständigen (Stand: 1. Jänner 2026)
- USP: Kleinunternehmen (Regelung seit 1. Jänner 2025) (Stand: 1. Jänner 2026)
- USP: Reverse Charge System (Stand: Oktober 2026)
- RIS: Digitale Plattformen-Meldepflichtgesetz (DPMG), BGBl. I Nr. 108/2022 in der geltenden Fassung (Stand: Oktober 2026)
- EUR-Lex: Richtlinie (EU) 2021/514 (DAC7) (Stand: Oktober 2026)
Häufige Fragen
Muss ich OnlyFans-Einnahmen in Österreich versteuern?
Ja, Einnahmen aus OnlyFans sind Einkommen und unterliegen der Einkommensteuer. 2026 bleibt ein Einkommen bis 13.539 Euro steuerfrei, darüber steigt der Steuersatz stufenweise. Ob du eine Erklärung abgeben musst, hängt auch davon ab, ob du zusätzlich angestellt bist.
Brauche ich für OnlyFans in Österreich einen Gewerbeschein?
Das ist nicht pauschal zu beantworten. Laut WKO sind Abo-Zahlungen ein Beispiel für Neue Selbständige ohne Gewerbeberechtigung, während Werbung, Kooperationen und Affiliate-Marketing in der Regel ein Gewerbe erfordern. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer in deinem Bundesland klärt das kostenlos.
Ab wann bin ich bei der SVS pflichtversichert?
Als Neue Selbständige wirst du pflichtversichert, wenn dein Gewinn aus der Tätigkeit die Versicherungsgrenze von 6.613,20 Euro im Jahr übersteigt. Die Tätigkeit musst du der SVS innerhalb eines Monats melden; versäumst du das, wird im Zweifel Pflichtversicherung für das ganze Jahr angenommen.
Gilt die Kleinunternehmerregelung für OnlyFans?
Seit 2025 liegt die Grenze bei 55.000 Euro Umsatz im Jahr, mit 10 Prozent Toleranz. Wie die Umsatzsteuer bei Einnahmen über eine ausländische Plattform wie OnlyFans konkret zu behandeln ist, solltest du mit einer Steuerberaterin klären.
Kann ich mit einer Agentur zusammenarbeiten, die nicht in Österreich sitzt?
Ja. Vierra arbeitet remote mit Creatorinnen in Österreich. Rechtsträger ist eine US-Gesellschaft. Kläre mit deiner Steuerberatung, wie Rechnungen einer ausländischen Agentur bei dir steuerlich zu behandeln sind, etwa beim Reverse-Charge-Verfahren.
Erfährt das Finanzamt von meinen OnlyFans-Einnahmen?
Davon solltest du ausgehen. Mit der EU-Richtlinie DAC7, in Österreich umgesetzt durch das Digitale Plattformen-Meldepflichtgesetz, melden Plattformbetreiber Einnahmen ihrer Anbieter an die Steuerbehörden. Unabhängig davon bist du selbst verpflichtet, dein Einkommen zu erklären.