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Plattform-Vergleich 2026

OnlyFans oder Fansly: der ehrliche Vergleich für Creatorinnen

Beide Plattformen behalten 20 % deiner Einnahmen, beide bieten Abos, Pay-per-View und Trinkgeld. Die echten Unterschiede liegen woanders: bei der Auffindbarkeit, beim Publikum und bei den Details der Auszahlung. Hier steht, was die Plattformen selbst dazu schreiben.

Aktualisiert 17.10.20267 Min. LesezeitVon der Vierra-Redaktion

Wer mit Abo-Content anfangen will, landet fast immer bei derselben Frage: OnlyFans oder Fansly? Die meisten Vergleiche im Netz stammen von Anbietern, die an einer der beiden Plattformen mitverdienen, oder sie wiederholen Zahlen, die niemand belegen kann. Wir wollen es anders machen.

Deshalb stützt sich dieser Vergleich auf die Nutzungsbedingungen und Hilfeseiten der beiden Plattformen selbst. Wo es keine offiziellen Angaben gibt, sagen wir das. Und damit du weißt, wo wir stehen: Vierra konzentriert sich auf OnlyFans. Warum, erklären wir am Ende, und wir sagen auch ehrlich, wann Fansly für dich die bessere Wahl sein kann.

Der Vergleich auf einen Blick

PunktOnlyFansFansly
Plattformgebühr20 % jeder Fan-Zahlung20 % (du erhältst 80 %)
EinnahmequellenAbos, Pay-per-View, Nachrichten, TrinkgeldAbos, verkaufte Medien, Nachrichten, Trinkgeld
WährungAlle Preise in US-DollarAuszahlungs-Mindestbeträge in US-Dollar angegeben
Eingebaute Entdecken-FunktionKein vergleichbarer Empfehlungs-Feed (unsere Einschätzung)For You Page (FYP), Tags, Empfehlungen
AuszahlungAb einem Mindestbetrag, Details im Konto7 Tage Wartezeit je Verkauf, Mindestbetrag 20–100 $ je Methode
Länder-SperreJaJa, auch Bundesstaaten, Städte, Regionen
Publikum377,5 Mio. Fan-Konten (Geschäftsjahr 2024)Keine offiziellen Zahlen veröffentlicht

Gebühren: hier gibt es keinen Gewinner

Bei OnlyFans steht es wörtlich in den Nutzungsbedingungen: Die Gebühr beträgt 20 % der gesamten Fan-Zahlung und wird von jeder Zahlung abgezogen. Fansly schreibt in seinem Einstiegs-Ratgeber, dass Creatorinnen 80 % der Einnahmen aus Abos, verkauften Medien, Nachrichten und Trinkgeldern bekommen, und dass für Auszahlung, Abwicklung und Währungsumrechnung keine versteckten Gebühren anfallen.

Unterm Strich ist die Plattformgebühr also gleich. Was bei beiden noch dazukommen kann: Gebühren deiner Bank oder deines Zahlungsdienstes und Wechselkursverluste, weil beide in US-Dollar abrechnen. OnlyFans weist darauf hin, dass Zahlungsanbieter Umrechnungsgebühren verlangen können.

Bei Rückbuchungen sind beide ähnlich: Wenn ein Fan sein Geld über die Kreditkarte zurückholt, kann OnlyFans laut Bedingungen deinen Anteil daran wieder abziehen. Auch Fansly beschreibt in seiner Hilfe, wann Fans Geld zurückbekommen.

Auszahlung: Fansly ist transparenter dokumentiert

Hier ist Fansly klar im Vorteil, zumindest was die öffentliche Dokumentation angeht. Die Hilfeseiten nennen konkrete Werte:

  • Wartezeit: Einnahmen aus einem Verkauf bleiben 7 Tage ausstehend.
  • Prüfung: Die meisten Auszahlungsanträge werden innerhalb von 48 Stunden geprüft und freigegeben.
  • Rhythmus: Banküberweisungen und Krypto-Auszahlungen werden alle drei Tage gesammelt verschickt.
  • Mindestbetrag: 20 $ bei Paxum und Cosmopayment, 50 $ bei SEPA (EU und UK), 100 $ bei internationaler SWIFT-Überweisung und Krypto.
  • SEPA-Besonderheit: Beträge unter 50 $ werden gesammelt, bis 50 $ erreicht sind, längstens 14 Tage.

OnlyFans ist in den öffentlich abrufbaren Bedingungen knapper. Dort steht, dass Einnahmen erst ausgezahlt werden können, wenn sie im Konto erscheinen, und dass ein Mindestbetrag erreicht sein muss. Konkrete Fristen und Beträge siehst du in deinem Konto unter den Auszahlungseinstellungen. Bei Vierra kommt die Auszahlung immer direkt von OnlyFans an dich, nicht über ein Konto der Agentur.

Auffindbarkeit: der größte echte Unterschied

Fansly: eingebaute Entdecken-Funktion

Fansly beschreibt seine For You Page als „eingebautes Entdecken-System". Sie empfiehlt Fans Beiträge nach ihren Aktivitäten und Interessen. Ein paar Regeln aus der Fansly-Hilfe:

  • Nur Beiträge, die du ausdrücklich für die Empfehlung freigibst, erscheinen dort.
  • Kostenpflichtige Beiträge brauchen eine kostenlose Vorschau, sonst erscheinen sie nicht.
  • Mit privaten Profil-Tags sagst du Fansly, worum es bei dir geht, damit die Plattform deine Inhalte passenden Nutzern zeigen kann.

Für Creatorinnen ohne große Social-Media-Reichweite ist das ein echtes Argument: Ein Teil der Fans kann direkt auf der Plattform zu dir finden.

OnlyFans: Fans kommen von außen

Nach unserer Erfahrung findet auf OnlyFans selbst kaum jemand zufällig neue Creatorinnen. Einen Empfehlungs-Feed wie den von Fansly gibt es dort nach unserem Stand nicht. Fans kommen fast immer über Instagram, TikTok und kurze Videos. Das heißt: Auf OnlyFans steht und fällt dein Erfolg mit deiner Reichweite außerhalb der Plattform. Wie das funktioniert, ohne gesperrt zu werden, steht im Ratgeber OnlyFans auf Instagram und TikTok bewerben.

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Bewirb dich in rund zwei Minuten: ein paar Fragen, drei Handyfotos. Danach meldet sich unser Team persönlich per WhatsApp.

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Publikum: OnlyFans ist um ein Vielfaches größer

OnlyFans veröffentlicht Geschäftszahlen. Für das Geschäftsjahr 2024 nannte das Unternehmen laut Berichterstattung 7,2 Milliarden US-Dollar Fan-Zahlungen, 5,8 Milliarden davon gingen an Creator, bei 4,6 Millionen Creator-Konten und 377,5 Millionen Fan-Konten. Konten sind nicht dasselbe wie aktive Nutzer, aber die Größenordnung ist klar.

Fansly veröffentlicht keine vergleichbaren Zahlen. Im Netz kursieren Angaben, die sich um ein Vielfaches widersprechen, deshalb nennen wir hier keine. Unsere Einschätzung: Fansly ist deutlich kleiner. Für dich zählt vor allem die Frage, auf welcher Plattform deine künftigen Fans schon ein Konto haben und eine Zahlungsmethode hinterlegt haben. Wer erst ein neues Konto anlegen muss, springt eher ab.

Verifizierung und Start

Beide Plattformen verlangen, dass du mindestens 18 Jahre alt bist und dich ausweist:

  • OnlyFans: gültiger Ausweis und zwei Fotos von dir, dazu Bankverbindung und Auszahlungsmethode. OnlyFans kann jederzeit weitere Nachweise anfordern.
  • Fansly: zuerst Prüfung durch einen externen Dienst mit amtlichem Lichtbildausweis, dann eine eigene Prüfung mit Ausweisfotos, einem Foto mit handgeschriebenem Schild und einem Video.

Wie der Start bei OnlyFans Schritt für Schritt abläuft, steht im Ratgeber OnlyFans anfangen.

Privatsphäre: beide mit Länder-Sperre

Auf beiden Plattformen kannst du Regionen sperren. Fansly erlaubt laut Hilfe die Sperre ganzer Länder, Bundesstaaten, Städte oder Regionen und warnt selbst, dass große Sperren die Sichtbarkeit deutlich einschränken. Auch OnlyFans bietet eine Länder- und Regionen-Sperre. Bei beiden gilt: Wer ein VPN nutzt, kann die Sperre umgehen. Was eine Sperre leisten kann und was nicht, erklären wir im Ratgeber OnlyFans anonym.

Preise und Pay-per-View

Auf beiden Plattformen legst du deine Preise selbst fest: Abo, einzeln verkaufte Inhalte und Inhalte in Nachrichten. OnlyFans schreibt in den Bedingungen ausdrücklich, dass allein die Creatorin die Preise bestimmt. Welche Preisspannen auf OnlyFans möglich sind und welche Preise sich bewähren, liest du im Ratgeber OnlyFans-Preise. Wie Pay-per-View-Nachrichten funktionieren, erklärt OnlyFans PPV erklärt.

Fünf Fragen, bevor du dich entscheidest

  1. Woher sollen deine Fans kommen? Wenn du schon Follower auf Instagram oder TikTok hast oder bereit bist, dort aufzubauen, spielt die eingebaute Entdecken-Funktion eine kleinere Rolle.
  2. Wie viel Zeit hast du? Zwei Plattformen bedeuten zwei Feeds, zwei Postfächer und doppelte Pflege. Unsere Top-Creatorinnen arbeiten etwa 2 bis 3 Stunden am Tag, schon mit einer Plattform.
  3. Welche Auszahlung passt zu dir? Prüfe, welche Methoden in deinem Land funktionieren und welche Mindestbeträge gelten.
  4. Wie wichtig ist dir Privatsphäre? Richte die Länder-Sperre auf jeder Plattform ein, bevor du postest.
  5. Wo sind deine künftigen Fans schon angemeldet? Ein Fan mit bestehendem Konto und hinterlegter Zahlungsmethode kauft leichter.

Fazit: wann welche Plattform

  • OnlyFans, wenn du bereit bist, Reichweite auf Instagram und TikTok aufzubauen, und das größte zahlende Publikum erreichen willst.
  • Fansly, wenn du wenig Social-Media-Reichweite hast und darauf setzen willst, dass dich Fans direkt auf der Plattform finden.
  • Beide, wenn du genug Zeit und Content hast, um zwei Profile und zwei Postfächer zu pflegen. Für den Anfang raten wir eher davon ab.

Die Gebühr ist kein Entscheidungskriterium, sie ist gleich. Entscheidend ist, wo deine Fans herkommen.

Warum Vierra sich auf OnlyFans konzentriert

Unsere Arbeit setzt genau dort an, wo OnlyFans keine eingebaute Hilfe bietet: Reichweite außerhalb der Plattform. Wir bauen mit dir eine Strategie für Instagram und TikTok auf, planen Reels und Content, und ein Chatting-Team betreut deine Fans rund um die Uhr. Für dieses Modell ist das größte Publikum der wichtigste Hebel, deshalb OnlyFans.

Der Account gehört dir, die Auszahlung kommt direkt von OnlyFans an dich, es gibt keine Kosten im Voraus, und du kannst monatlich kündigen, ohne Kündigungsgebühr. Ob sich Unterstützung für dich überhaupt lohnt, kannst du im Vergleich OnlyFans-Agentur oder alleine durchrechnen. Wenn ja: Die Bewerbung dauert etwa zwei Minuten.

Quellen

Häufige Fragen

Was ist besser, OnlyFans oder Fansly?

Das hängt davon ab, woher deine Fans kommen. Fansly hat mit dem For-You-Bereich eine eingebaute Entdecken-Funktion, OnlyFans hat laut den eigenen Geschäftszahlen das deutlich größere Publikum mit 377,5 Millionen Fan-Konten im Geschäftsjahr 2024. Wer Fans über Instagram und TikTok gewinnt, profitiert meist mehr von der Größe von OnlyFans.

Wie viel nehmen OnlyFans und Fansly an Gebühren?

Beide 20 %. OnlyFans schreibt in den Nutzungsbedingungen, dass die Gebühr 20 % der gesamten Fan-Zahlung beträgt. Fansly schreibt in seiner Hilfe, dass Creatorinnen 80 % der Einnahmen aus Abos, verkauften Medien, Nachrichten und Trinkgeldern erhalten.

Wann zahlt Fansly aus?

Laut Fansly-Hilfe bleiben Einnahmen aus einem Verkauf 7 Tage ausstehend. Die meisten Auszahlungsanträge werden innerhalb von 48 Stunden geprüft, Banküberweisungen werden alle drei Tage gesammelt verschickt. Der Mindestbetrag liegt je nach Methode zwischen 20 und 100 US-Dollar, für SEPA in EU und UK bei 50 US-Dollar.

Kann man OnlyFans und Fansly gleichzeitig nutzen?

Ja, viele Creatorinnen haben auf beiden Plattformen ein Profil. Bedenke aber, dass sich Fans, Content-Planung und Nachrichten dann auf zwei Orte verteilen. Für die meisten lohnt es sich, erst eine Plattform richtig aufzubauen.

Kann ich auf Fansly Länder sperren?

Ja. Laut Fansly-Hilfe kannst du ganze Länder, Bundesstaaten, Städte oder Regionen blockieren. Fansly weist selbst darauf hin, dass große Sperren deine Sichtbarkeit deutlich einschränken können. Auch OnlyFans bietet eine Länder- und Regionen-Sperre.

Du bist die Marke. Wir sind die Infrastruktur.

Strategie, Reichweite und Chatting rund um die Uhr, damit du dich auf deinen Content konzentrieren kannst.

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